Frieden braucht Vielfalt - Friedenslichtaktion 2018

Am Samstag, 15. Dezember, holten vier Pfadfinderinnen der Pfadfinderinnenschaft St. Georg PSG aus Schwabegg das Friedenslicht aus Betlehem persönlich in Linz ab. Das von einem Kind in der Geburtsgrotte Christi entzündete Licht wird unter der Schirmherrschaft des Österreichischen Rundfunks (ORF) jährlich am  dritten Adventswochenende in Wien an Pfadfindergruppen aus ganz Europa verteilt.

Die zentrale Aussendungsfeier unter dem Motto „Frieden braucht Vielfalt“ für die Diözese Augsburg fand am 3. Adventssonntag im Hohen Dom zu Augsburg statt.

 Im Gottesdienst, den Pfadfinderinnen aus Friedberg vorbereitet haben, wurden Menschen befragt was sie unter Toleranz verstehen. Eine Pfadfinderin wünscht sich, dass niemand ausgeschlossen wird. Eine Wissenschaftlerin erläutert, dass der Begriff aus dem Lateinischen „tolerare“ komme und „erdulden“ und „ertragen“ bedeute. Ein Pfarrer machte deutlich, dass Jesus schon damals gezeigt habe, was es heißt gegenüber den Mitmenschen tolerant zu sein. BDKJ Präses Dominik Zitzler ging in seiner Predigt direkt darauf ein, dass Jesus uns allen ein Vorbild war, da er – entgegen den Vorurteilen seiner Zeit – gerade die Menschen aufsuchte, die am Rande der Gesellschaft waren. Er hörte ihnen mit ihren Anliegen und Nöten zu.

Ein weiteres Zentrales Element der Aussendungsfeier war, dass Gott eine unglaubliche Vielfalt erschaffen hat und dass wir uns mit unseren Talenten ergänzen und unterstützen können. 

Auf der Suche nach regionalen Projekt wurde die Kollekte an das im Domviertel gelegene „Hotel Cosmopolitan“ gespendet. Dieses Projekt ist ein Beispiel für Toleranz und Vielfalt, das  geflüchteten Menschen mit ihren Kindern nicht nur ein Zuhause gib, sondern Menschen unabhängig ihrer Herkunft verbindet.  

Der Gottesdienst wurde vom Jugendchor aus Friedberg musikalisch untermalt. Am Ende der feierlichen Aussendung des Friedenslichtes wurde traditionell mit dem Lied „Flinke Hände, flinke Füße“ geendet. Mit „wachen Augen, offenem Herz und Freundschaft“ wird der Wunsch laut gemeinsam die Welt zu verbessern.

Nach dem Gottesdienst wurde das Friedenslicht von den Pfadfinderinnen, die in Linz vor Ort waren, zum Augsburger Bischof Konrad Zsarsa gebracht. Das kleine Licht ist ein Zeichen junger Menschen im gelebten Einsatz für den Frieden.

„Wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen dem Auftrag von Lord Robert Baden-Powell folgen und uns für eine bessere Welt einsetzen. Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem steht dabei für unsere Hoffnung auf Frieden, welche Christen, Juden und Muslime und „alle Menschen guten Willens“ gemeinsam verbindet.“

Mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem setzen Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa sowie auch weltweit ein Zeichen für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, den Maltesern, den Jugendverbänden und all denen, die das Licht weitergeben, damit es seinen Weg in die Herzen der Menschen findet.